20. Hallenturnier für Menschen mit Handicap in Gaggenau 2026

Es war kalt an diesem Januarmorgen, als wir uns vor dem Konzerthaus in Freiburg trafen. Mit zwei Autos fuhren wir dann die weite Strecke nach Gaggenau, was auf Höhe Baden Baden am Fuße des Schwarzwalds liegt.

Wenigstens hatten wir das Glück, dass unser erstes Spiel gegen die Lebenshilfe Bruchsal erst um 11:15 war. Somit sollte man denken, dass wir gut ausgeruht in dieses erste Spiel gehen konnten. Doch anscheinend waren wir doch noch nicht ganz wach, denn ruck zuck lagen wir 0:2 hinten! Das weckte uns dann doch endgültig auf und wir schalteten in den Offensivmodus. Ich machte ein schönes Distanz-Tor in den linken Winkel. Dann legten wir nach und am Ende gewannen wir doch mit 4:2. Puh!

Nach einer langen Mittagspause trafen wir im zweiten Spiel auf den vermeintlich stärksten Gegner, den Rising Phönix Karlsruhe. Der Kapitän der Karlsruher meinte vor dem Spiel, dass er bei diesem Turnier bisher immer unter Alkoholeinfluss gespielt habe. Vielleicht schrie er deshalb andauernd seine Teamkollegen an.

Es wurde das erwartet enge Spiel: Wir gingen nach einer Weile mit 1:0 in Führung. Dann machten die Karlsruher mehr und mehr Druck. Vor allem ein Stürmer sowie der Torwart waren technisch sehr gute Fußballer. So schaffte Karlsruhe es, das Spiel zu drehen und gewann schlussendlich mit 2:1. Ärgerlich!

Nun hatten wir noch zwei Spiele in der Vorrunde vor uns, bevor dann vielleicht das Finale zwischen den ersten beiden unserer fünf Mannschaften umfassenden Kategorie wartete.

Zunächst ging es gegen den 1. CFR Pforzheim. Diese waren nicht sehr stark besetzt, wie es in früheren Jahren oft der Fall war. Wir gewannen souverän mit 5:0!

Auch unser letztes Vorrundenspiel gewannen wir mit ähnlichem Ergebnis gegen Den FSV Bad Friedrichshall.

Nun wartete im Finale wieder der aufsteigende Phönix aus Karlsruhe. Wir besprachen uns im Team, wie wir dem Gegner am besten begegnen sollten. Den einen guten Stürmer mussten wir möglichst doppeln, das war klar. – Um so erleichterter waren wir, als wir merkten, dass der beste Mann der Karlsruher gar nicht auf dem Platz stand! Unsere Freude währte allerdings nicht allzu lange, denn schon bald führten die Karlsruher mit 1:0. Doch wir blieben konzentriert bei der Sache. Jetzt bloß nicht nachlassen, wir wussten, dass sie ohne ihren Top-Stürmer schlagbar waren!

So kamen wir mit schönem Passspiel und auch körperlicher Widerstandskraft zum Ausgleich. Die Karlsruher waren ein unangenehmer Gegner: Nach dem Kontakt mit einem Schienbein hatte ich starke Schmerzen in einem Zeh. Wie sich später herausstellte, war er angebrochen. Doch da ein anderer Spieler von uns sich ebenfalls am Knie verletzte, spielte ich trotzdem weiter. Denn wir führten mittlerweile mit 2:1! Und der Gegner wurde zunehmend nervöser. Der technisch gute Keeper wurde sogar so wütend, dass er den Ball einmal weit oben auf die Tribüne donnerte. – Obwohl so ein Zeitspiel für uns ja nur vorteilhaft war! 😉

Am Ende konnten wir sogar noch ein Tor erzielen und gewannen das Finale somit mit 3:1! Hurraaah!

Das Turnier war wie immer super organisiert. Nur etwas mehr vegetarisches Essensangebot wäre schön gewesen.

Die Rückfahrt verlief auch gut, wir hatten alle gute Laune und erzählten uns viel.

Geschrieben von Sebastian